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		<title>VPT - Aktuelle Meldungen</title>
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			<title>VPT - Aktuelle Meldungen</title>
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		<lastBuildDate>Tue, 15 May 2012 13:03:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Aktion &quot;Wir verdienen mehr als wir verdienen&quot;</title>
			<link>http://vpt.de.dedi1569.your-server.de/no_cache/de/aktuelles/vpt-meldungen/meldung/article/aktion-wir-verdienen-mehr-als-wir-verdienen/</link>
			<description>Der VPT und die in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Heilmittelverbände (BHV) zusammengeschlossenen physiotherapeutischen Berufsverbände machen mit Hilfe einer Unterschriftenaktion auf die Einkommenssituation von Selbstständigen und Angestellten in physiotherapeutischen Praxen in Deutschland aufmerksam.

Durch die seit 1993 geltende Begrenzung der Behandlungspreise auf die Entwicklung der beitragspflichtigen Einnahmen in der gesetzlichen Krankenversicherung (die so genannte &quot;Grundlohnsummenanbindung&quot;) sind immer mehr physiotherapeutische Praxen in ihrer Existenz bedroht.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der VPT und die in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Heilmittelverbände (BHV) zusammengeschlossenen physiotherapeutischen Berufsverbände machen mit Hilfe einer Unterschriftenaktion auf die Einkommenssituation von Selbstständigen und Angestellten in physiotherapeutischen Praxen in Deutschland aufmerksam.<br />&nbsp;<br />&nbsp;Durch die seit 1993 geltende Begrenzung der Behandlungspreise auf die Entwicklung der beitragspflichtigen Einnahmen in der gesetzlichen Krankenversicherung (die so genannte &quot;Grundlohnsummenanbindung&quot;) sind immer mehr physiotherapeutische Praxen in ihrer Existenz bedroht.<br /><br /><br /><strong>Hiergegen wendet sich die Aktion &quot;Wir verdienen mehr als wir verdienen&quot;!</strong><br />Unterstützen Sie diese Aktion mit Ihrer Unterschrift und sagen Sie &quot;Ja – Wir verdienen mehr als wir verdienen&quot;!<br /><br />Bitte schicken Sie den unterschriebenen Aktionsbogen bis zum<br /><strong>20. Juni 2012</strong>&nbsp;an die auf dem Bogen angegebene Adresse der VPT-Bundesgeschäftsstelle.<br /><br />Rücksendungen an die Landesgeschäftsstellen können aus organisatorischen Gründen leider nicht berücksichtigt werden. Der VPT sammelt alle bis zu diesem Tag eingehenden Rücksendungen und wird diese dann gemeinsam mit den weiteren an der Aktion beteiligten Verbänden dem Bundesministerium für Gesundheit übergeben.<br /><br />Ihr VPT<br /><br /><link fileadmin/user_upload/download/pdf/Aktion_-_Wir_verdienen_mehr_als_wir_verdienen.pdf _blank sonderseite>Wir verdienen mehr als wir verdienen</link>&nbsp;- 59,7 KB]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 15 May 2012 13:03:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>vdek überprüft Fortbildungsverpflichtung der Physiotherapeuten und Masseure und med. Bademeister</title>
			<link></link>
			<description>Der vdek hat uns informiert, dass mit Ablauf des vereinbarten vierjährigen Betrachtungszeitraums zum 31.12.2011 nunmehr die mit der Prüfung der Fortbildungsverpflichtung beauftragten Landesvertretungen an die in Frage kommenden Leistungserbringer herantreten und diese auffordern werden, die Einhaltung der Fortbildungsverpflichtung nachzuweisen.</description>
			<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
			<category>Meldung</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 15 May 2012 12:37:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>HEK und HVB BKK bezahlen Osteopathie</title>
			<link>http://vpt.de.dedi1569.your-server.de/no_cache/de/aktuelles/vpt-meldungen/meldung/article/hek-und-hvb-bkk-bezahlen-osteopathie/</link>
			<description>Im März berichteten wir, dass die Techniker Krankenkasse (TK) ihren Versicherten osteopathische Behandlungen erstattet. Nach Informationen des VPT bieten dies noch zwei weitere bundesweite gesetzliche Krankenkassen an, und zwar die Hanseatische Ersatzkasse (HEK) und die HypoVereinsbank BKK (HVB BKK). Die wichtigsten Eckpunkte zur Inanspruch­nahme bzw. Erstattung
</description>
			<content:encoded><![CDATA[Im März berichteten wir, dass die Techniker Krankenkasse (TK) ihren Versicherten osteopathische Behandlungen erstattet. Nach Informationen des VPT bieten dies noch zwei weitere bundesweite gesetzliche Krankenkassen an, und zwar die Hanseatische Ersatzkasse (HEK) und die HypoVereinsbank BKK (HVB BKK). Die wichtigsten Eckpunkte zur Inanspruch­nahme bzw. Erstattung:<br /><br /><strong>1. HEK</strong>&nbsp;(<link http://www.hek.de/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">www.hek.de</link>)
<ul><li>Kostenübernahme in Höhe von 80 %.</li><li>Maximal 60 Euro je Behandlung für bis zu 6 Sitzungen im Jahr.</li><li>Voraussetzung ist, dass die Behandlung durch einen Arzt veranlasst wurde und durch einen Leistungserbringer erbracht wird, der Mitglied eines Berufsverbandes der Osteopathen ist oder aufgrund seiner Ausbildung diesen beitreten könnte.</li></ul>
<br />Anwendungsbereiche:
<ul><li>Bewegungsapparat: Beispielsweise Gelenkprobleme, Hexenschuss, Ischialgie und Verstauchungen</li><li>Internistischer Bereich: Beispielsweise Verdauungsstörungen, Sodbrennen und funktionelle Herzbeschwerden</li><li>Migräne</li><li>Tinnitus</li><li>Schwindel&nbsp;</li></ul>
<br /><strong>2. HVB BKK</strong>&nbsp;(<link http://www.hvb-bkk.de/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">www.hvb-bkk.de</link>)<br />Die HVB BKK übernimmt Kosten für osteopathische Behandlungen ausschließlich im Rahmen der integrierten Versorgung für ihre Versicherten. Sie erstattet die Kosten nicht, sondern leistet im Rahmen von Direktverträgen, die sie mit teilnehmenden Praxen geschlossen hat. Erster Ansprechpartner im Behandlungsfall ist einer der teilnehmenden Orthopäden. Dieser klärt im Rahmen der Diagnostik, ob das Beschwerdebild für die Osteopathie geeignet ist. Die teilnehmenden Orthopäden sind auf der Website&nbsp;<link http://www.hvb-bkk.de/de/pub/gesund_werden/integrierte_versorgung/osteopathie.cfm _blank - external-link-new-window>www.hvb-bkk.de/de/pub/gesund_werden/integrierte_versorgung/osteopathie.cfm</link>&nbsp;unter „Partner“ zu finden. Momentan bietet die HVB BKK dieses Angebot in Augsburg, Dachau, Hamburg und München an.&nbsp;<br /><br />Ein Fragen-/Antwortenkatalog kann ebenfalls im Internet unter&nbsp;<br /><link http://hvb-bkk.de/files/pdf1/FAQ_Katalog_Osteopathie_2010.pdf _blank sonderseite "Öffnet externen Link in neuem Fenster">http://hvb-bkk.de/files/pdf1/FAQ_Katalog_Osteopathie_2010.pdf</link><br />heruntergeladen werden.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 19:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Thüringen: Vergütungserhöhung  mit der Knappschaft</title>
			<link></link>
			<description>Mit der Knappschaft in Frankfurt/Main konnte für das Bundesland Thüringen mit Wirkung zum 01.07.2012 ein Vertragsabschluss erzielt werden, der den begonnenen Angleich der Ostpreise an das Westniveau fortführt. Der Vertragsabschluss sieht eine lineare Erhöhung auf alle Behandlungspreise (ohne Hausbesuche) vor und gilt für alle ab dem 01.07.2012 ausgestellten Verordnungen.
</description>
			<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 18:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>LKK-Abschluss rechtskräftig</title>
			<link></link>
			<description>Der Vergütungsabschluss mit der landwirtschaftlichen Sozialversicherung (Inkrafttreten 01.03.2012) ist von der zuständigen Aufsichtsbehörde genehmigt und damit rechtskräftig geworden.
</description>
			<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 18:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Perspektiven für die Akademiker in den Pflege- und Gesundheitsberufen</title>
			<link>http://vpt.de.dedi1569.your-server.de/no_cache/de/aktuelles/vpt-meldungen/meldung/article/perspektiven-fuer-die-akademiker-in-den-pflege-und-gesundheitsberufen/</link>
			<description>„Was macht Deutschland so einzigartig im Kontext zur EU und zum internationalen Umfeld dass viele glauben, wir benötigen keine akademisch therapeutischen Kräfte?“ Prof. Dr. Isfort, Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung 

„Deutschland muss richtig Gas geben, damit die Abwanderung des fachlichen Nachwuchses gestoppt werden kann.“ Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW 
</description>
			<content:encoded><![CDATA[„Was macht Deutschland so einzigartig im Kontext zur EU und zum internationalen Umfeld dass viele glauben, wir benötigen keine akademisch therapeutischen Kräfte?“
<p class="align-right"><em>Prof. Dr. Isfort, Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung&nbsp;&nbsp;</em></p>
„Deutschland muss richtig Gas geben, damit die Abwanderung des fachlichen Nachwuchses gestoppt werden kann.“
<p class="align-right"><em>&nbsp;Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW&nbsp;</em></p>

<br />Engagiert und als Vorreiter präsentierte das Bundesland Nordrhein-Westfalen am 5. Dezember in ihrer Landesvertretung in Berlin ihre Ergebnisse zur Akademisierung der Pflege- und Gesundheitsfachberufe und deren Modellstudiengänge. Anwesend waren mehr als 200 Interessierte und Akteure aus den Bereichen Lehre, Beruf, Politik und Berufspolitik.&nbsp;
<p class="csc-frame-frame1">Gibt es Bedarf an akademischen Pflege- und Gesundheitsfachberufen?</p>
Herr Prof. Dr. Isfort vom Deutschen Institut für Pflegeforschung gab zu dieser Frage Antworten. Retrospektiv und aktuell kann festgestellt werden, dass die Ausbildung in Deutschland an den Berufsfachschulen ihre Hauptschwerpunkte in den klinischen Feldern sah und sieht.&nbsp;<br /><br />Die Studieninhalte an den meisten bestehenden Fachhochschulen hingegen beinhalteten und beinhalten die verschiedensten Schwerpunkte wie z.B. Management, Forschung, Pädagogik usw. So ist es als eine wichtige und richtige Entwicklung anzusehen, dass die jetzt entstandenen Modellstudiengänge (primärqualifizierend) wieder eine deutliche Ausrichtung hin zu den klinischen Feldern bekommen haben.&nbsp;
<p class="csc-frame-frame2">Der VPT sieht diese Entwicklung ebenso positiv. Ein junger Bachelorabsolvent im Bereich Physiotherapie soll und muss ein reflektierender Praktiker sein. Am Patienten, in der Praxis brauchen wir diese neue Generation von Therapeuten, damit sie die künftigen Aufgaben und Anforderungen integrativ im Gesundheitswesen bewältigen und helfen, zu neuen Strukturen zu kommen.&nbsp;</p>
Der Wissenschaftsrat begrüßt die Akademisierung, da sie die Antwort auf die sich entwickelnden neuen Bedarfe / Anforderungen unserer Gesellschaft darstellt1. Bereits vor 20 Jahren hat Dirk Axmacher in seinem „Heimatverlust“ darauf hingewiesen, dass es nicht sein kann, dass die Praxis die Akademisierung kontrolliert. Ebenso kann es nicht sein, dass die Akademisierung transformatorisch auf die Praxis einwirkt. Nur wenn sich beide – Praxis und Akademisierung – aufeinander zu bewegen, wird etwas Neues, für beide Seiten Positives entstehen.<br /><br />So gesehen, ist die Akademisierung die Ergänzung, aber kein vollständiger Ersatz für die meisten Gesundheitsfachberufe. Offene Fragen stellte Herr Prof. Dr. Isfort am Ende seines Vortrages in den Raum:&nbsp;
<ul><li>Verändern die akademischen Kräfte das klinische Feld oder verändert das klinische Feld die Kräfte?</li><li>Machen die akademischen Kräfte etwas Anderes oder Gleiches anders?&nbsp;</li></ul>

Fragen, die einladen sollen, eine eigene Meinung zu äußern.&nbsp;&nbsp;
<p class="csc-frame-frame1">Berufsrechtliche Entwicklungsperspektiven</p>
Juristerei – für alle Therapeuten ein schwere Kost. Prof. Dr. Igl von der Universität Kiel versuchte mit einfachen Worten, Licht in das Dunkel zu bringen. Da haben wir auf der einen Seite das Ausbildungsrecht und auf der anderen Seite das Haftungsrecht. Dazwischen steht das Berufsausübungsrecht, welches aber nur mit dem Haftungsrecht kommuniziert, nicht aber mit dem Ausbildungsrecht (s. Abb. 1). Bei den Erläuterungen von Prof. Dr. Igl kam mir der Gedanke:&nbsp;
<p class="csc-frame-frame2">Wir bilden aus und steigern die fachlichen Kompetenzen in den Gesundheitsfachberufen, aber die rechtliche Regelung unserer Berufsausübungsgesetze entwickelt sich analog nicht weiter – es muss erstritten werden!</p>
Das Leistungserbringungsgesetz SGB V muss sich ändern. Prof. Dr. Igl geht davon aus, dass sich die Rechtsprechung dahin entwickeln wird, dass die Gesundheitsfachberufe auch ohne ärztliche Weisung kurativ tätig werden können.&nbsp;<br />Die politische Frage, die an dieser Stelle gestellt und auch instrumentalisiert wird, ist die Frage nach dem Patientenschutz. Von Seiten des VPT als Vertreter der physiotherapeutischen Berufe muss man hier provokativ die Frage stellen: Wenn der Masseur und medizinische Bademeister schon nicht die Gesundheit der Patienten gefährdet, wie kann dann die Tätigkeit eines reflektierenden Praktikers schädigend wirken?&nbsp;
<p class="csc-frame-frame1">Das Jahr 2050 in NRW . . . ?!</p>
Im Jahre 2050 wird es in Nordrhein-Westfalen zu einer Verdopplung der Pflegebedürftigkeit kommen. 80tausend Stellen im Gesundheitswesen müssen neu besetzt werden! Die Erwerbs­-tätigen in NRW reichen nicht aus!&nbsp;<br /><br />Dies ist keine Nachricht aus der Science Fiction-Szene, nein, dies sind Tatsachen, die Frau Ministerin Barbara Steffens (Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW) in ihrer Rede vortrug. Zunehmende Multimorbidität und die Tatsache, dass wir alle älter werden, verändern nicht nur die Bedarfe in der Pflege, sondern verlangen nach Strukturänderungen im Gesundheitswesen. Frau Steffens fordert mehr Verzahnung der ambulanten und stationären Versorgungsbereiche. Sie kritisiert heftig, dass z.Zt. nur darüber geredet wird, wer gerade im Gesundheitswesen finanzieller Gewinner und Verlierer ist. Es wird nicht diskutiert, wo die Bedarfe sind und wie sie gelöst werden könnten. Heutige Strukturen müssen verlassen werden, weil 2050:
<ol><li>zu wenig Menschen in der Pflege und den Gesundheitsfachberufen arbeiten werden,</li><li>die Versorgung nicht mehr nach den heutigen Strukturen finanzierbar ist und</li><li>wir alle zu Hause alt werden möchten.</li></ol>
Durch die unterschiedlichen Voraussetzungen, örtliche Begebenheiten usw. zwischen Stadt und Land rät Frau Steffens zu einer regionalen Strukturgestaltung im zukünftigen Gesundheitswesen.
<p class="csc-frame-frame1">Statements der Delegierten auf der Podiumsdiskussion</p>
Dr. Walter-Heinrich Greuel, Geschäftsführer Marienhospital Wattenscheid (geriatrische Fachklinik)<br />Er stellt die Wissenschaftlichkeit vieler physiotherapeutischen Maßnahmen, im Gegensatz zur Pflege, in Frage. Als Abteilungsleiter akzeptiert er gerne wissenschaft­lich ausgebildete Bachelors, da sie seiner Meinung nach den wissenschaftlichen Anspruch mit in die Praxis tragen. Ein Dialog zwischen Arzt und Therapeut gelingt nur, wenn sich der Therapeut auch wissenschaftlich ausbilden darf.&nbsp;<br /><br />Dr. Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe<br />Die Tätigkeiten im Gesundheitswesen müssen besser zugeordnet werden! Dr. Windhorst fordert eine Neudefinierung aller Berufe. Aus seiner Sicht brauchen die Therapeuten nicht akademisiert zu sein, um den Arzt-Therapeut-Dialog gelingen zu lassen. Auch spricht er sich nicht gegen einen selb­ständigen Zugang zum Patienten außerhalb der Sozialgemeinschaft, sprich außerhalb der GKV, aus, denn der Patientenschutz stehe über allem.&nbsp;<br />Ebenso ist er der Meinung, dass ein Mehr an Qualifizierung nicht das Recht begründet, über mehr Geld zu diskutieren. Man kann halt nur so viel Akademiker im Gesundheitswesen haben, wie sich das System leisten kann.&nbsp;<br /><br />Frau Ulrike Reus, Deutsche Krankenhausgesellschaft<br />Frau Reus fordert mehr Wertschätzung in der Pflege und in den Gesundheitsfachberufen. Deutlich tritt sie für beide Ausbildungswege ein. Wir brauchen Fachkräfte, die eine solide Berufsfachschulausbildung genossen haben, und wir brauchen akademisch ausgebildete Fachkräfte. Wichtig ist, dass die akademische Ausbildung&nbsp;<em>nicht</em>&nbsp;die praktische Arbeit am Patienten verhindert.&nbsp;<br /><br />Herr Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates<br />Die Akademisierung der Gesundheitsfachberufe ist nicht das Allheilmittel zur Gesundung im Gesundheitswesen. Herr Westerfellhaus fordert klare Berufsrechte. Der Patientenschutz wird in dieser Diskussion nur vorgeschoben: „Vorsicht, jetzt wird es gefährlich!“, aber doch wohl nur in Deutschland. In der EU sowie im internationalen Ausland haben die Gesundheitsfachberufe und auch die Pflege bereits viel mehr Kompetenzen als in Deutschland.
<div class="csc-frame-frame2">Vernichtend hier die Antwort des Präsidenten der Ärztekammer:
<ul><li>Auch Ärzte versuchen, am Patienten Gutes zu tun.</li><li>Man muss neu miteinander sprechen.</li><li>Am Ende entscheidet der Patient, von wem er behandelt werden möchte.</li><li>Eine Kooperation zwischen Arzt und Pflege/Therapeuten muss eine echte Kooperation sein, d.h. sie muss ebenbürdig laufen.</li></ul>
Wir sollten den Standesdünkel verlassen!<br />Was für ein Schlingerkurs? Hat Herr Dr. Windhorst wirklich eine eigene Meinung oder treibt er wie ein manövrierunfähiges Segelschiff in den Wogen zwischen Ärzteschaft und Gesundheitsfachberufen?</div>
Herr Gerd Dielmann, ver.di,&nbsp;<br />steht für höhere Ausbildung, höhere Vergütung. Doch gleichzeitig fragt er, ob ein akademischer Therapeut etwas anders macht als sein Kollege mit Berufsfachschulausbildung. Wenn ja, dann darf er auch mehr verlangen. Herr Dielmann fordert eine Gleichberechtigung zwischen Arzt und Therapeut. Gleichzeitig darf aber die Akademisierung nicht zu einer Abwertung der in Berufsfachschulen ausgebildeten Fachkräfte führen. Unschlüssig fragt er immer noch nach einem Wofür der Akademisierung der Pflege und der Gesundheitsfachberufe.&nbsp;<br /><br />Eine junge Studentin&nbsp;<br />Bevor sich die einzelnen Studiengänge präsentiert haben, wurde eine junge Studentin der Physiotherapie befragt. Sie schätzt es sehr, in ihrem Studiengang zu lernen, wie man sich selber Wissen aneignet. Von der Ärzteschaft wünscht sie sich, dass sie besser wissen, was die Physiotherapeuten überhaupt tun!&nbsp;
<p class="csc-frame-frame1">Fazit:</p>
Die Vertreter der Politik sowie der Ärzteschaft zeigen deutliche Unsicherheiten im Umgang mit dem Aufstreben der Pflege und der Gesundheitsfachberufe. Hürden wie wirtschaftliche Interessen, Standesdünkel, konkrete fachliche Kompetenzen und gesetzliche Regelungen stehen nach wie vor zwischen Realität und Zukunftsvisionen. Ein wirkliches Zeichen für Veränderungswillen und ein Aufeinander-Zugehen wäre eine tatsächliche ebenbürtige Kommunikation und ein dementsprechender Umgang zwischen Arzt und Therapeut/Pfleger. Wie weit wir noch davon entfernt sind, zeigen einerseits die wechselnden Äußerungen von Herrn Dr. Windhorst, anderseits müssen wir noch mehr Profil bekommen.&nbsp;
<p class="csc-frame-frame1">Literatur</p>
1 Empfehlungen zur Rolle der Fachschulen im Hochschulsystem. Wissenschaftsrat 2010&nbsp;<br /><br /><br />&nbsp;]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 17:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Schülersprecher stellen sich vor</title>
			<link>http://vpt.de.dedi1569.your-server.de/no_cache/de/aktuelles/vpt-meldungen/meldung/article/schuelersprecher-stellen-sich-vor/</link>
			<description>Wie bereite ich mich optimal auf die Prüfung vor? Wo und Wie kann ich mich um ein Bachelor- bzw. Masterstudium bewerben? Was erwartet mich nach meiner Ausbildung? Diese und weitere Fragen stellen sich Schüler der Fachbereiche Physiotherapie und Masseur/med. Bademeister sehr oft. Nur wissen sie in den meisten Fällen nicht, wohin man sich wenden kann. </description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>Wie bereite ich mich optimal auf die Prüfung vor? Wo und Wie kann ich mich um ein Bachelor- bzw. Masterstudium bewerben? Was erwartet mich nach meiner Ausbildung? Diese und weitere Fragen stellen sich Schüler der Fachbereiche Physiotherapie und Masseur/med. Bademeister sehr oft. Nur wissen sie in den meisten Fällen nicht, wohin man sich wenden kann.&nbsp;</strong>
<div class="picRE"><img src="fileadmin/user_upload/news/LVS_320.jpg" alt=" " title=" " /></div>
Damit es in Zukunft leichter wird, die Fragen zu beantworten, sind wir Schülersprecher des VPT Sachsen – das sind Romy Gloge, Philipp Herold und Stefan Paul aus der Bildungsstätte für Gesundheit und Soziales in Pirna – mit dem Landesvorstand zu­sammengetroffen. Wir haben uns gemeinsam ein Konzept überlegt, welches die Interessen der Schüler noch besser in den Reihen des Verbandes vertritt.&nbsp;Dieses Konzept beinhaltet zum einen, dass eine eigene Email-Adresse der Schülersprecher angelegt wird, um konkrete Fragen der Schüler an die Verantwortlichen des Verbandes weiterzuleiten.&nbsp;Zum anderen ist überlegt worden, ein Forum auf der Internetseite des VPT Sachsen einzurichten, so dass Schüler, Selbständige, Wissenschaftler uvm. sich untereinander über Themen wie Berufspolitik, Studien und andere fachliche Themen austauschen können.&nbsp;Aber auch wir Schülersprecher werden einen größeren&nbsp; Zuständigkeitsbereich haben, um&nbsp; unsere Interessen im Rahmen von Verbandssitzungen und Messen noch besser zum Vorteil der Schüler&nbsp; vertreten zu können.&nbsp;Somit hoffen wir auf eine weitere gute Zusammenarbeit von Schülern und ausgebildeten Therapeuten des Verbandes. Denn jeder von ihnen hat mal irgendwann in der Schule gesessen und die ein oder anderer Frage gehabt, die eventuell nicht so schnell zu beantworten war. Für die Schülersprecher: Stefan Paul
<p class="csc-frame-frame1">Nachtrag zum Bericht unseres Schülersprechers Stefan Paul</p>
Im Dezember 2011 trafen wir uns in unserer Geschäftsstelle das erste Mal zu einem vorweihnachtlichen Frühstück, um unsere Gedanken über eine gemeinsame Verbands- und Schülerarbeit auszutauschen. Es ergab sich ein lebhafter Erfahrungsaustausch zwischen uns „Alten” und un­seren drei Schülersprechern mit vielen guten Ideen.&nbsp;<br />So wird uns in Zukunft ein Schüler begleiten, wenn wir Physiotherapie- und Massageschulen besuchen, um den Verband vorzustellen.&nbsp;<br />Die Probleme unserer zukünftigen jungen Kollegen werden künftig in jeder Landesvorstandssitzung gemeinsam beraten und Lösungsvorschläge erarbeitet werden.&nbsp;<br />Als Ergebnis dieser regen Diskussion nahmen unsere drei Schülersprecher Romy Gloge, Philipp Herold und Stefan Paul an unserer Landesvorstandssitzung im März 2012 teil.&nbsp;<br /><br />]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 16:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Erster Bachelorstudiengang in „Präventions-, Therapie- und Rehabilitationswissenschaften” der Dresden International University (DIU) erfolgreich beendet</title>
			<link>http://vpt.de.dedi1569.your-server.de/no_cache/de/aktuelles/vpt-meldungen/meldung/article/erster-bachelorstudiengang-in-praeventions-therapie-und-rehabilitationswissenschaften-der-d/</link>
			<description>Am 27.02.2012 wurden 24 Absolventen des ausbildungsbegleitenden Studien­ganges „Präventions-, Therapie- und Rehabilitationswissenschaften” verabschiedet. Den Ab­sol­venten wurde nach vierjährigem Studium in Ergänzung zur Ausbildung als Physiotherapeut/-in der akademische Abschluss „Bachelor of Science” verliehen. Die Studen­ten verfügen nun über einen Abschluss als Physiotherapeuten sowie über den ersten akademischen Abschluss und haben sich hiermit einen Startvorteil für die Physiotherapie der Zukunft erworben.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>Am 27.02.2012 wurden 24 Absolventen des ausbildungsbegleitenden Studien­ganges „Präventions-, Therapie- und Rehabilitationswissenschaften” verabschiedet. Den Ab­sol­venten wurde nach vierjährigem Studium in Ergänzung zur Ausbildung als Physiotherapeut/-in der akademische Abschluss „Bachelor of Science” verliehen.&nbsp;</strong>
Die Studen­ten verfügen nun über einen Abschluss als Physiotherapeuten sowie über den ersten akademischen Abschluss und haben sich hiermit einen Startvorteil für die Physiotherapie der Zukunft erworben. Als Geschäftsführer der DIU begrüßte Dr. Reinhard Kretzschmar 70 Gäste zur feierlichen Exmatrikulation im Bärensaal in En­dersbach. In seiner Ansprache würdigte er die überdurchschnittlich guten Leistungen der Absolventen.&nbsp;
Prof. Dr. Klaus Steinbrück, wissenschaftlicher Leiter des Studienganges, gratulierte den Absolventen zum erfolgreichen Ab­schluss des Studiums und hob dabei die Bedeutung der akademischen Ausbildung für den Berufsstand der Physiotherapeuten hervor.
Als beste Studentin konnte Susanne Kreißig ausgezeichnet werden. Überreicht wurden die Bachelorurkunden von Dr. Kretz­­schmar, Prof. Steinbrück und Peter Stojanoff als Geschäftsführer der VPT Akademie. In dem gemeinsam mit der VPT Akademie durchgeführten Studiengang werden in den kommenden zwei Jahren weitere 60 Absolventen erwartet.
Wissenschaftlich betreut werden die Studierenden von Prof. Steinbrück, Hans Hartogh und Dr. Kornelia Möser. Als neuer wissenschaftlicher Leiter wurde an diesem Abend Dr. Michael Vogelpohl begrüßt. Nach der offiziellen Verleihung der Bachelorabschlüsse verbrachten die Absolventen zusammen mit Familien und Freunden einen feierlichen Abend bei typisch schwäbischem Essen und württembergischen Wein.
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Der nächste Bachelorstudiengang in „Präventions-, Therapie- und Rehabilitationswissenschaften” beginnt im Oktober 2012. Es sind noch einige Studienplätze frei.
Weitere Infos unter&nbsp;<link http://di-uni.de/index. php?id=81 _blank external-link-new-window>http://di-uni.de/index. php?id=81</link>&nbsp;oder telefonisch unter 0351/ 40470-125.
Annette Hartogh, Projektmanagement Dresden International University (DIU)]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 15:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Pressemeldung: Gesundheitsfachberufe wollen Ausbildungen reformieren</title>
			<link>http://vpt.de.dedi1569.your-server.de/no_cache/de/aktuelles/vpt-meldungen/meldung/article/pressemeldung-gesundheitsfachberufe-wollen-ausbildungen-reformieren/</link>
			<description>Berlin, 22.03.2012 - Das veränderte und erweiterte Krankheitsspektrum in einer alternden Gesellschaft und der medizinisch-technische Fortschritt stellen immer höhere Anforderungen an die Gesundheitsberufe. Gleichzeitig werden in Deutschland nicht nur die Ärzte knapp, auch bei anderen Berufsgruppen ist der Fachkräftemangel spürbar oder zumindest absehbar. Wie müssen sich die Gesundheitsfachberufe weiter entwickeln, damit sie diese enormen Herausforderungen bewältigen können? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Konferenz der Fachberufe im Gesundheitswesen bei der Bundesärztekammer bei ihrer jährlichen Sitzung in Berlin.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<strong>Berlin, 22.03.2012</strong>&nbsp;- Das veränderte und erweiterte Krankheitsspektrum in einer alternden Gesellschaft und der medizinisch-technische Fortschritt stellen immer höhere Anforderungen an die Gesundheitsberufe. Gleichzeitig werden in Deutschland nicht nur die Ärzte knapp, auch bei anderen Berufsgruppen ist der Fachkräftemangel spürbar oder zumindest absehbar. Wie müssen sich die Gesundheitsfachberufe weiter entwickeln, damit sie diese enormen Herausforderungen bewältigen können? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Konferenz der Fachberufe im Gesundheitswesen bei der Bundesärztekammer bei ihrer jährlichen Sitzung in Berlin. Die Vertreter der 40 Verbände kamen überein, dass die Ausbildung in den verschiedenen Berufen flexibler und durchlässiger gestaltet und die Ausbildungsinhalte dringend reformiert werden müssen. Ergänzend sind Formen akademischer Ausbildung zu erproben und weiter zu entwickeln, die für einige Berufe und Funktionen eine sinnvolle und notwendige Option darstellen können.&nbsp;
„Viele Gesundheitsberufe arbeiten derzeit berufsübergreifend an neuen Konzepten der Ausbildung, der Fortbildung und des lebenslangen Lernens. Das ist Ausdruck einer neuen Kultur der interprofessionellen Zusammenarbeit“, sagte Dr. Max Kaplan, Vizepräsident der Bundesärztekammer und neuer Vorsitzender der Fachberufekonferenz.&nbsp;<br />Der BÄK-Vize sieht aber auch den Gesetzgeber gefordert. Die Regierung habe mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz positive strukturelle Weichenstellungen für die Sicherstellung der Versorgung durch Ärzte vorgenommen. Nun müsse sich die Politik auch den vielfältigen Problemen in den vielen anderen Gesundheitsberufen zuwenden. Es besteht dringender Handlungsbedarf, die Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen der medizinisch-technischen Assistenzberufe zu novellieren.&nbsp;<br /><br />Darüber hinaus wurden Konzepte einer generalisierten Pflegeausbildung vorgestellt sowie neue akademische Ausbildungswege für Gesundheitsfachberufe. Kontrovers verlief die Diskussion um die Ausübung heilkundlicher Tätigkeiten, sowohl zur Arztentlastung als auch um die Gesundheitsberufe attraktiver zu gestalten. Festgestellt wurde abschließend, dass, trotz unterschiedlicher Sichtweisen in Einzelfragen, das gemeinsame Ziel der Mitglieder der Fachberufekonferenz eine gemeinsame und kooperative Patientenversorgung auf hohem Niveau ist.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 14:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Frühfunktionelle  Behandlungsmethode der akuten reflex-sympathischen Dystrophie</title>
			<link>http://vpt.de.dedi1569.your-server.de/no_cache/de/aktuelles/vpt-meldungen/meldung/article/fruehfunktionelle-behandlungsmethode-der-akuten-reflex-sympathischen-dystrophie/</link>
			<description>Es werden Entwicklung und Ergebnisse der frühfunktionellen Behandlungsmethode bei reflex-sympathischer Dystrophie vorgestellt. Die Kombinationstherapie, bestehend aus CO2-Bad-Applikationen und einem spezifischen Übungsprogramm, führt bei akuter Algodystrophie nach durchschnittlich 9,4 Wochen zur vollständigen funktionellen Restitution. Sie wird aufgrund ihrer hohen Behandlungseffizienz als Referenztherapie der akuten Algodystrophie vorgeschlagen. Auf mögliche Wirkungsmechanismen der einzelnen Therapieformen wird hingewiesen, und ihre Zusammenhänge werden unter Hinweis auf ausführliche Literatur synoptisch zusammen gefasst.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Es werden Entwicklung und Ergebnisse der frühfunktionellen Behandlungsmethode bei reflex-sympathischer Dystrophie vorgestellt. Die Kombinationstherapie, bestehend aus CO<sub>2</sub>-Bad-Applikationen und einem spezifischen Übungsprogramm, führt bei akuter Algodystrophie nach durchschnittlich 9,4 Wochen zur vollständigen funktionellen Restitution. Sie wird aufgrund ihrer hohen Behandlungseffizienz als Referenztherapie der akuten Algodystrophie vorgeschlagen. Auf mögliche Wirkungsmechanismen der einzelnen Therapieformen wird hingewiesen, und ihre Zusammenhänge werden unter Hinweis auf ausführliche Literatur synoptisch zusammen gefasst.
Die reflex-sympatische Dystrophie (Algodys­trophie, komplexes, regionales Schmerzsyndrom) (Abb. 1) ist eine schmerzhafte neurogene Störung, die als disproportionale Reaktion auf ein Trauma der Extremitäten oder bei bestimmten zentralen Organerkrankungen wie z.B. Herzinfarkt und Apoplex auftritt. Das klinische Bild (Abb. 2) ist durch Schmerzen, Schwellung, Überwärmung, lokale vaskuläre und motorische Funktionsstörungen, eine Hyperalgesie und andere neurologische Störungen charakterisiert. Eine isolierte periphere Nervenstörung ist nicht nachweisbar (1).<br /><br />Die Lokalisation betrifft in der Regel eine Extremität mit nach peripher gerichteter Ausbreitung, ohne den segmentalen Innervationsterritorien zu folgen. Radiologische Befunde, wie die typische kleinfleckige Osteoporose (Abb. 3), werden erst nach längerer Manifestation evident.<br /><br />Behandlungsziele der Physiotherapie sind, Schmerzen, Oedem, Hyperämie und Bewegungseinschränkung zu minimieren. Hierfür hatten wir ein frühfunktionelles Behandlungskonzept aufgrund folgender Erfahrungen, Beobachtungen und Ergebnisse entwickelt:
&nbsp;• Steinbrocker’s frühere (2) Forderung zur Prophylaxe einer reflex-sympathischen Dystrophie, um schmerzinduzierte Immobilisation zu vermeiden.<br /><br />• Nachweisbare Reduktion der Er­kran­kungs­inzidenz seit Einführung der Frühmobilisation in Traumatologie und Herzinfarkt­rehabilitation (3).<br /><br />• Die Tatsache (Tab. 1), dass Schmerzen und Immobilisation&nbsp; die sympathische dystrophische Reflexentwicklung fördern, zur lokalen und vaskulären Dysfunktion mit Oedemausbildung&nbsp; und Elektrolytverschiebungen in das Interstitium führen und letztlich&nbsp; die Nozizeption auf mehreren Ebenen sensibilisieren (4, 5).<br /><br />• Die Abhängigkeit klinischer Symptome und morphologischer Befunde von der Dauer einer Immobilisation (6, 7).
<div class="picLI"><a href="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_04.jpg" rel="lightbox[detail]"><img src="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_04_320.jpg" height="130" width="173" alt="" /></a><br /><strong>Abb. 4</strong></div>
<div class="picLI"><a href="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_05.jpg" rel="lightbox[detail]"><img src="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_05_320.jpg" height="130" width="173" alt="" /></a><br /><strong>Abb. 5</strong></div>
<div class="picLI"><a href="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_06.jpg" rel="lightbox[detail]"><img src="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_06_320.jpg" height="130" width="173" alt="" /></a><br /><strong>Abb. 6</strong></div>
<div class="picLI"><a href="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_07.jpg" rel="lightbox[detail]"><img src="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_07_320.jpg" height="130" width="173" alt="" /></a><br /><strong>Abb. 7</strong></div>
<div class="picLI"><a href="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_08.jpg" rel="lightbox[detail]"><img src="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_08_320.jpg" height="130" width="173" alt="" /></a><br /><strong>Abb. 8</strong></div>
<div class="picLI"><a href="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_09.jpg" rel="lightbox[detail]"><img src="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_09_320.jpg" height="130" width="173" alt="" /></a><br /><strong>Abb. 9</strong></div>
<p style="clear:both"><br />Das Behandlungskonzept besteht aus der Kombination von CO<sub>2</sub>-Bädern mit einer an den individuellen klinischen Befunden orien­tierten Übungstherapie (8). Ihre Hauptkriterien zeigt Tabelle 2.<br /><br />Im Gegensatz zu anderen lokalen Applikationen, die bei der akuten Algodystrophie in der Regel mit Schmerzverstärkung einhergehen, wird das CO<sub>2</sub>-Bad auch in hochakuten Stadien toleriert (3). Wesentliche Effekte des CO<sub>2</sub>-Bades sind Schmerzmodulation, Oedemreduktion und die vasomotorische Readaptation (Tab. 3), (9, 10, 11).<br /><br />Die oft gestellte Frage nach dem Einfluss-Anteil der einzelnen Therapieformen sollte durch einen Auslassversuch geklärt werden.<br />Hierfür wurden Patienten mit einer Algodystrophie der Hand randomisiert zwei Vergleichsgruppen zugeordnet (Tab. 4). In Grup­pe A wurde die standardisierte Kombinations­therapie als Referenztherapie und in Gruppe B während der ersten vier Behandlungswochen ausschließlich die Übungstherapie eingesetzt.<br /><br />Das CO<sub>2</sub>-Bad wurde physikalisch aufbereitet mit einem CO<sub>2</sub>-Gehalt von 800 bis 1200 mg/Liter. Die Immersionsdauer betrug 12-16 Minuten bei einer Wassertemperatur von 32–33 Grad. Anschließend erfolgte eine 30–45-minütige Nachruhe, während der die betroffene Extremität in antiödematöser Funktionslagerung ruhte. Dann schloss die Übungstherapie an mit Entlastungsstellungen unter adaptiver zentrifugaler Leistungs­entwicklung. Die Behandlungsfrequenz be­trug 5x/Woche.<br /><br />Für die Stichprobe galten als prospektive Einschlusskriterien (Tab. 5) eine auch extern bestätigte Algodystrophie der Hand aus­schließlich posttraumatischer Genese im hochaktiven Stadium ohne erkennbare Regressionszeichen bei einer Manifestation von mindestens 2 und max. 6 Wochen.<br />Als Abschlusskriterien (Tab. 5) wurden seitengleiche Einzelfunktionen im betroffenen Bewegungssegment und eine uneingeschränkte Versorgungsfunktion im Alltag festgelegt.<br /><br />Im Behandlungsverlauf wurden folgende Kontrollparameter (Tab. 5) erhoben:</p>
<ul><li>Die Umfangsdifferenz als Volumenvergleich über Handgelenk, MCP und DIP sowie die Bewegungsfunktion in diesen Gelenken.</li><li>Die Kompressionskraft der Hand mittels eines Dynamometers (Fa. Bettendorf, Brüssel), wobei sie gegenüber der gesunden Seite&nbsp; (=100%) relativiert wurde.</li><li>Die Hauttemperatur wurde als positiver Befund dokumentiert, wenn sie gegen­über der gesunden Seite mehr als plus 0,8 Grad abwich.</li><li>Schmerzen wurden qualitativ als Lagerungsschmerzen, nächtliche Ruheschmer­zen, Bewegungsschmerzen bei Verrichtung der Selbstpflege usw. differenziert und quantitativ anhand einer graphischen Analogskala mit entsprechenden Score erfasst.</li><li>Radiologische Befunde wurden ebenfalls dokumentiert.&nbsp;</li></ul>
<div class="picLI"><a href="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_Tab-01.jpg" rel="lightbox[detail]"><img src="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_Tab-01_173.jpg" height="130" width="173" alt="" /></a><br /><strong>Tab. 1</strong></div>
<div class="picLI"><a href="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_Tab-02.jpg" rel="lightbox[detail]"><img src="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_Tab-02_173.jpg" height="130" width="173" alt="" /></a><br /><strong>Tab. 2</strong></div>
<div class="picLI"><a href="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_Tab-03.jpg" rel="lightbox[detail]"><img src="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_Tab-03_173.jpg" height="130" width="173" alt="" /></a><br /><strong>Tab. 3</strong></div>
<div class="picLI"><a href="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_Tab-04.jpg" rel="lightbox[detail]"><img src="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_Tab-04_173.jpg" height="130" width="173" alt="" /></a><br /><strong>Tab. 4</strong></div>
<div class="picLI"><a href="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_Tab-05.jpg" rel="lightbox[detail]"><img src="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_Tab-05_173.jpg" height="130" width="173" alt="" /></a><br /><strong>Tab. 5</strong></div>
<div class="picLI"><a href="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_Tab-07.jpg" rel="lightbox[detail]"><img src="fileadmin/user_upload/news/Dystrophie_Tab-07_173.jpg" height="130" width="173" alt="" /></a><br /><strong>Tab. 7</strong></div>
<p style="clear:both"><br />Alle Daten wurden als verlaufsanalytische Zeitreihe im Gruppenvergleich statistisch berechnet.<br />Im Folgenden wird der Behandlungsverlauf anhand einiger Kontrollvariablen exemplarisch vorgestellt:<br />Eine markante Regression weisen zu­nächst Ruheschmerzen (Abb. 4) auf. Parallel folgt die Umfangs-, also Volumenabnahme, an der Hand (Abb. 5) sowie die Hauttemperaturabnahme (Abb. 6). Der Bewegungszunahme am Handgelenk (Abb. 7) folgt diejenige der Daumenopposition (Abb. 8). Als letztes nimmt das Faustschlussdefizit (Abb. 9) ab, durch das die Beweglichkeit in den Langfingern repräsentiert wird. Damit entspricht die Regenerationschronologie der zentrifugal dosierten Übungsentwicklung (12).<br /><br />Zusammenfassend ergeben sich folgende Ergebnisse (Tab. 6):<br />Bei homogener Verteilung der Ausgangsparameter in den Vergleichsgruppen weisen alle Kontrollparameter nach einer Latenzperiode von 1-2 Wochen eine zunehmende Gruppendifferenzierung auf, wobei Gruppe A eine schnellere Regenerationsprogression besitzt. Gruppe B erfährt eine Regenerationsbeschleunigung erst nach der 4. Behandlungswoche, also bei Aufnahme der Kombinationstherapie mit CO<sub>2</sub>-Bädern. Der 4- wöchige Auslassversuch führte hier zur Verzögerung der Gesamtbehandlungszeit. Während in Gruppe A die Behandlung bei durchschnittlich 9,4 plus minus 1,4 Wochen, beendet wurde, konnte sie in Gruppe B erst nach 16,6 plus minus 1,7 Wochen abgeschlossen werden. Dieser Zeitunterschied ist ebenso wie schon die Verlaufsunterschiede aller Variablen zwischen den Gruppen hoch signifikant.<br /><br />Wir können deshalb folgende Schluss­folgerungen ziehen:<br />Die Kombination der adaptiven frühfunktionellen Übungstherapie mit CO<sub>2</sub>-Bädern verstärkt die therapeutischen Einflüsse und führt zur besseren Therapieeffizienz. Aufgrund der chronologischen Symptomregression sind Einflüsse des CO<sub>2</sub>-Bades auf Schmerz und Schwellung von besonderer Bedeutung.<br /><br />Die Ergebnisse weisen diese Kombinationstherapie als Referenztherapie der Algodystrophiebehandlung aus. Bei hoher Effizienz besitzt sie kaum Kontraindikationen und ist relativ kostengünstig, zumal andere Therapiekonzepte ohne eine zusätzliche Übungstherapie nicht auskommen.</p>
&lt;pclass=&quot;csc-frame-frame1&quot;&gt;Literatur
<ol><li>Veldman PHJM, Reynen HM, Arntz IE, Goris RJA. Signs and symptoms of&nbsp; reflex sympathetic dystrophy: prospective study of 829 patients. Lancet&nbsp; 1993; 342: 1012-16.</li><li>Steinbrocker O. The shoulder-hand syndrome: present perspective. Arch&nbsp; Phys Med Rehabil. 1968; 49: 388-95.</li><li>Mucha C. Schulter-Hand-Syndrom. Jatros Orthop. 1988; 3: 26-32.</li><li>Sato A, Schmidt RF. Somatosympathetic reflexes: Afferent fibres, Central pathways, discharge characteristics. Physiol Rev. 1973; 53: 916-47.</li><li>Weber M, Neundörfer B, Birklein F. Morbus Sudeck – Pathophysiologie und Therapie eines komplexen Schmerzsyndroms. Dtsch Med Wochenschr. 2002; 127: 384-9.</li><li>Mucha C. Schulter-Hand-Syndrom. Algodys­trophie (Sudeck-Syndrom). Therapiewo. 1987; 37: 3978-89.</li><li>Bossnew W. Das Schulter-Arm-Syndrom. Leipzig: Thieme 1977.</li><li>Mucha C, Zysno EA. Ergebnisse einer prospektiven Beobachtungsreihe zur Funktionellen Therapie des Sudeck-Syndroms. Phys Med Baln, Med Klim. 1984; 13: 167-79.</li><li>Ernst E, Magyarosy J, Scherer A, Schmidlechner C. Der Einfluss physikalischer Reize auf die Blutfluidität. Phys Med Baln Med Klim. 1984; 13: 359-68.</li><li>Hartmann B, Motz G, Drews B, Bassenge E. Zunahme der akralen Makro- und Mikrozirkulation bei funktionellen akralen Durchblutungsstörungen der oberen Extremitäten durch CO<sub>2</sub>-haltige Unterarmbäder. Ergebnisse einer gegen Süßwasser kontrollierten Studie. VASA 1991; 33(Suppl): 166.</li><li>Ito T, Moore JI, Koss MC. Topical application of CO<sub>2</sub>&nbsp;increases skin blood flow. J Invest Dermatol. 1989; 93: 259-62.</li><li>Mucha C, Mucha E, Rauscher K. Zur differenzierten Übungsbehandlung Beim Sudeck-Syndrom der Hand. Krankengymnastik 1984; 36: 767-76.</li></ol>
<p class="csc-frame-frame1">Anschrift des Verfassers</p>
Univ.-Prof. Dr. med. Mucha<br />Abt. Medizinische Rehabilitation und Prävention Deutsche Sporthochschule Köln<br />Carl-Diem-Weg 6<br />50933 Köln]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 13:00:00 +0200</pubDate>
			
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